https://www.xn--ltopis-b5a.de/letopis/issue/feedLětopis – Zeitschrift für Sorabistik und vergleichende Minderheitenforschung2026-10-27T15:12:47+01:00Thomas Menzelletopis@serbski-institut.deOpen Journal Systems<p><strong>Ziele und Themen der Zeitschrift</strong></p> <p>Die Zeitschrift „Lětopis“ veröffentlicht wissenschaftliche Aufsätze über sorbische Sprache, Kultur und Geschichte sowie zur vergleichenden Minderheitenforschung und Rezensionen von Arbeiten, in denen die genannten Themengebiete behandelt werden. Die Zeitschrift richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in ihren Fachgebieten oder interdisziplinär Forschungen mit Bezug auf die Sorben durchführen oder forschungsrelevante Informationen suchen.</p> <hr /> <p><strong>Schlüsselwörter:</strong> Sorabistik, Obersorbisch, Niedersorbisch, Slawische Sprachen, Minderheitenforschung</p>https://www.xn--ltopis-b5a.de/letopis/article/view/790Von der Lausitz bis Transkarpatien. Ethnische Identitätsprozesse im Fokus Kirill Ševčenkos2026-10-27T15:12:47+01:00Petr Lozoviuk2026-10-27T00:00:00+01:00Copyright (c) 2026 Petr Lozoviukhttps://www.xn--ltopis-b5a.de/letopis/article/view/940Dr. habil. Sonja Wölkowa sydomdźesatnica2026-10-27T08:01:49+01:00Anja PohončowaJana Šołćina2026-10-27T00:00:00+01:00Copyright (c) 2026 Anja Pohončowa, Jana Šołćinahttps://www.xn--ltopis-b5a.de/letopis/article/view/224Peter Schurmann zum 65. Geburtstag2026-01-28T08:05:28+01:00Edmund Pech2026-10-27T00:00:00+01:00Copyright (c) 2026 Edmund Pechhttps://www.xn--ltopis-b5a.de/letopis/article/view/897„Varnsdorfer Generation“ oder wie aus Erinnerungen Geschichte wurde2026-10-27T08:19:33+01:00Jana Piňosová<p><strong>„Varnsdorfer Generation“ oder wie aus Erinnerungen Geschichte wurde</strong></p> <p>Der Beitrag widmet sich den Erinnerungen der sogenannten „Varnsdorfer Generation“ an ihre Schulzeit in Nordböhmen nach dem Zweiten Weltkrieg, die zwischen 1993 und 2011 in sorbischen Medien veröffentlicht wurden. Er interpretiert das Erinnern als einen dynamischen Prozess und untersucht die Bedingungen seines Entstehens, die involvierten Akteurinnen und Akteure und deren Motivationen sowie die Funktion dieses Erinnerns. Zur Einordnung der Quellen werden kulturwissenschaftliche Ansätze aus der <em>Oral History</em> und den <em>Memory Studies</em> herangezogen. Die zentrale These, dass es sich um einen durch die Folgen der politischen Wende 1989/90 initiierten Erinnerungsprozess handelt, der Identitäts- und Deutungsangebote bereitstellt, wird durch eine systematische Recherche, den Vergleich der Erinnerungstexte und ihre Kontextualisierung untermauert.</p>2026-10-27T00:00:00+01:00Copyright (c) 2026 Jana Piňosováhttps://www.xn--ltopis-b5a.de/letopis/article/view/791Bohačesć Bjedrich Ponich a jeho knihownja2026-10-27T07:48:01+01:00Franc Šěn<p><strong>Ehregott Friedrich Pannach und seine Büchersammlung</strong></p> <p>Bei der Erwähnung der seltenen ältesten Bücher in Ober- und Niedersorbischer Sprache erscheint auch der Name ihres Sammlers: E. Fr. Pannach (1761–1826). Der Beitrag beschreibt seine Sammlung sowie dessen bio- und bibliographischen Schriften im Kontext der Publikationen seines Vater Petrus Pannach und des Bruders Samuel Traugott Pannach. Vorwiegend geht es aber um die wechselvolle Geschichte der kleinen, aber bedeutendsten Büchersammlung, die 100 Jahre in Bautzen sorabistischen Forschern zur Verfügung stand. 1929 wurde sie von der Wendischen Predigergesellschaft nach Leipzig geholt und um 1960 hat sie ein privater Buchhändler antiquarisch veräußert.</p>2026-10-27T00:00:00+01:00Copyright (c) 2026 Franc Šěnhttps://www.xn--ltopis-b5a.de/letopis/article/view/920Der Verband der nationalen Minderheiten Deutschlands (1924–1938) und das Wirken Jan Skalas vor dem Hintergrund historischer Erinnerungsnarrative2026-10-27T07:24:38+01:00Edmund Pech<p><strong>Der Verband der nationalen Minderheiten Deutschlands (1924–1938) und das Wirken Jan Skalas vor dem Hintergrund historischer Erinnerungsnarrative</strong></p> <p>Nach dem Ersten Weltkrieg erreichten die nationalen Minderheiten im Deutschen Reich einige Zugeständnisse im politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereich. Darüber hinaus versuchten die „fremdsprachigen Volksgruppen“ ihre Interessen mittels eigener zivilgesellschaftlicher Organisationen umzusetzen. Als politische Interessenvertretung der autochthonen Minderheiten Deutschlands entfaltete der Verband der nationalen Minderheiten Deutschlands in den 1920er- und frühen 1930er-Jahren vielfältige Aktivitäten auf nationaler und supranationaler Ebene. Diese Kampagnen sind insbesondere in der Verbandszeitschrift <em>Kulturwille</em> (1925) bzw. <em>Kulturwehr</em> (ab 1926) dokumentiert, deren Chefredakteur der Sorbe Jan Skala war. Im Jahr 1936 musste er seine Funktion als Chefredakteur der Zeitschrift <em>Kulturwehr</em> aufgeben. Ihre letzte Nummer erschien Ende 1938. Auch die letzten Lebensstationen Jan Skalas waren von Verfolgung geprägt. Im Januar 1938 wurde er von der Gestapo verhaftet. Nach der Haftentlassung im Oktober 1938 arbeitete er in verschiedenen Privatunternehmen. Im Februar 1944 flüchtete er aus dem bombardierten Berlin in die Gegend von Namslau (heute Namysłów, Polen), zu Verwandten seiner Frau. Dort kam Jan Skala am 22. Januar 1945 im Alter von 55 Jahren auf tragische Weise ums Leben. In der Oberlausitz und in Polen wurden zu seinen Ehren nach 1945 verschiedene Denkmale errichtet. Die engen Beziehungen zwischen Polen und Sorben im gemeinsamen Gedenken an Jan Skala bestehen bis in die Gegenwart fort.</p>2026-10-27T00:00:00+01:00Copyright (c) 2026 Edmund Pech